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Headless als neuer Heilsbringer?

Wo immer man hinschaut, „Headless“ ist in aller Munde und es scheint als wahre „Wunderwaffe“ für alle Probleme, die man als global agierendes Unternehmen mit relativ viel Content und komplexen Webseiten haben könnte.

Die Idee ist so einfach wie nachvollziehbar:

  • Mehr Flexibilität und
  • weniger Abhängigkeit

Möglich wird dies durch 3 Prämissen:

  1. Das CMS stellt Daten/Content in einem generischen Format bereit
  2. Die Website wird als „App“ auf diese Daten zugreifen und eine HTML-Darstellung liefern
  3. Die Entwicklung erfolgt nicht im CMS sondern in der vertrauten Entwicklungsumgebung

Essenziell ist ein gemeinsam vereinbartes JSON-Format, welches die beteiligten Systeme nutzen. Eine Migration von Website und/oder CMS kann dadurch jederzeit und flexibel erfolgen, solange das JSON-Format berücksichtigt wird. So die Theorie…

In der Praxis gibt ein CMS oftmals aber die JSON-Struktur vor. Als Konsequenz folgt die Website weiterhin dem CMS und bleibt eng mit diesem verzahnt.

Natürlich kann man eine weitere technische Schicht einbringen, welche das eher technische JSON aus dem CMS in ein „allgemeineres“ Format transformiert. Dies bläht den Technologie-Stack jedoch weiterhin auf und erhöht die Komplexität.

Zudem muss man sich die Frage gefallen lassen, wie „realistisch“ ein CMS-Wechsel überhaupt ist. Zieht das Argument des „flexiblen CMS-Wechsels“ überhaupt? Abgerufene Lizenzpreise sind kein Spielgeld und ein Wechsel erfolgt nicht wie der Kauf eines neuen Paars Schuhe. Ferner müsste der (nicht unerhebliche) Content auch erst migriert werden.

Ein nicht zu bestreitender Vorteil ist jedoch, dass die Entwicklungszeit massiv verkürzt werden kann. Der Löwenanteil der Entwicklung erfolgt innerhalb der vertrauten IDE. Komplexe Abhängigkeiten innerhalb eines CMS-Projektes fallen daher wenig bis kaum ins Gewicht und mittels Testautomation steht bereits während der Entwicklung ein mächtiges Werkzeug zur Qualitätssicherung zur Verfügung.

Dies erzeugt Vorteile auf beiden Seiten, der des Kunden und des Dienstleisters. Gerade während des allgegenwärtigen Fachkräftemangels kann so ebenfalls der Engpass im Bereich der CMS-Spezialisten elegant umschifft werden.

Auf den „Headless“-Zug muss man also nicht zwangsläufig aufspringen, denn Vorteile und Nachteile existieren und müssen mit kühlem Kopf evaluiert werden.

Die „Headless“ Philosophie erweitert das Repertoire um eine weitere Technik und sollte „schlicht“ als weiteres Werkzeug verstanden werden, das seine Berechtigung für einen Bereich von Anwendungsfällen hat, jedoch nicht für alle.

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